Samstag, 23. April 2005

Das A und O


Ooohhh!
Aaahhh!

Wo?
Da!
Und hier

Auch da?
Ja!

Iiihhh!
Sieh!
Wie nie ...

Uuuhhh!
Jetzt du!

Nein
Nicht allein!

Jaaaaaaahhh!!!


dumm denken

ich war mal dumm und dachte
dass sich alles wieder füge
was ein mensch zunichte machte
und war stolz auf diese lüge

ich war mal dumm und dachte
jedes ding hat zwei, drei seiten
bis ich eines tags erwachte,
diese meinung zu bestreiten

ich war mal dumm und dachte
dass dies alles zu nichts führte
eh ich mählich, mild und sachte
diesen irrtum korrigierte

ich nehm -was keiner wohl versteht-
solch fehler als geschenke
verflixt nochmal und zugenäht
bin froh, dass es noch weitergeht
ich bin noch dumm und denke

das dorf

sie bestellen die felder, bestellen die frauen
und mittags gibts oft speck mit linsen
oder was weicheres zum leichter kauen
ansonsten klatschen sie und grinsen

nachmittags trifft man sich in den gärten
um mit dem nachbarpaar zu quatschen
jeder jeweils mit seinem gefährten
ansonsten grinsen sie und klatschen

sie werfen pro frau an die vier kinder
die sie mit sechzehn dann teuer verloben
oder tauschen gegen ziegen und rinder
ansonsten: s.o.

ob sie nun sepp, ob trude heißen
sie gehen hinters haus zum pissen
und ins herzchenhaus zum scheißen
ansonsten....eh schon wissen

und wenn am samstag abend dann
der große, leere laster kommt
an dessen rechter seitenwand
in riesengroßen lettern prangt:

"öffentlich rechtliche abendgestaltung
abteilung: komparserie für gesenkte unterhaltung"

dann steigen alle alle ein



Treibsand

Im Treibsand des Lebens
Strampeln wir vergebens
Je mehr du zappelst
Je öfter du dich aufrappelst
Desto mehr du versinkst
Desto mehr du nach Luft ringst

© MuhTiger



Telefanten

Zu den beiden Texten unten gehört noch eine kleine Vorgeschichte:
Es begab sich vor einem oder anderthalb Jahren, da telefonierte ich recht viel mit jemandem. Oft dauerten die Gespräche viele Stunden, manchmal sogar eine ganze Nacht lang. Nachdem wir mal wieder eine ganze Nacht am Telefon verbracht hatten, hatte ich am nächsten Morgen folgenden Text in der Mailbox:
Es war einmal ein Elefant,
Der griff zu seinem Telefant -
Oh halt, nein, nein! ein Elefon,
Der griff zu seinem Telefon -
(verflixt! ich bin mir nicht ganz klar,
ob´s diesmal so ganz richtig war.)

Wie immer auch, mit seinem Rüssel
Verfing er sich im Telefüssel;
Indes er sucht sich zu befrein,
Schrillt laut noch das Telefein -
(ich mach jetzt schluss mit diesem Song
vom Elefuß und Telefong!)
Irgendwie gingen mir die Zeilen nicht mehr aus dem Kopf. Und irgendwann so gegen Nachmittags antwortete ich auf die Mail mit diesen Zeilen:
Neulich ein Telefant,
Hatte sich des nächtens
In mein Ohr verrannt.

Er trötete und flötete,
Trommelte auf des Trommels Fell,
Mein Herz schlug ganz schnell.

Nun sitzt das Telefant,
In mein Mittelohr,
Hüpft mal zurück und mal vor.

Die Leute schaun mich ganz komisch an,
Ein Telefant im Mittelohr,
Wer denkt schon dran.

Doch wisst ihr nun,
Des Schreibers merkwürdig Hitze,
Ist nur des Telfantens Rüssels Spitze.

Diese Zeilen erklären wenig,
Und machen auch keinen Sinn.
Doch stehen sie nun hier, da passen sie halt hin.

© MuhTiger



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