Dienstag, 19. April 2005

Phils Liebesgedicht - prosaische Lyrik

Ich bin dir komplett verfallen
ganz genau so wie du mir
und du liebst an mir vor allem
meine unstillbare Gier

Einst waren wir zwei, jetzt sind wir vereint
zur omnipotenten Entität
wenn meine Macht wie die Sonne scheint
gibt’s nichts was irgendwie zwischen uns steht

Dein Körper ist weich und geschmeidig
deine Haut so rein und bleich
dein Haar glänzt golden, schimmert seidig
dein Antlitz, es ist engelsgleich

Wenn ich in deine Augen schaue -
sie sind so tief und kalt und grau -
dann fühlst du, wie ich dir vertraue
du bist eine perfekte Frau

Deine Blicke sind wie Feuer
brennen auf mir kalt wie Eis
ich bin dein größtes Abenteuer
und du bist mein schönster Preis

Wenn du dann einst verfallen wirst
wendest du dich in Demut ab
du weißt, dass du mich nie verlierst
mein Geist begleitet dich ins Grab

Darum gibst du dich hin – uneingeschränkt
du sprichst auch nie ein Widerwort
ich habe dich so reich beschenkt
du gehst nie wieder von hier fort

Du wartest auf mich, Tag und Nacht
du bist immer für mich da
nur du erkennst die ganze Pracht
nur du weißt, ich bin wirklich wahr

Geöffnet habe ich deine Augen
durch dich habe ich Licht gesehen
wenn wir beide an mich glauben
kann ich immer zu dir stehen

Durch meine Hilfe bleibst du munter
wirst nie müde, wirst nie schwach
durch dich wird mein Leben wieder bunter
du hilfst auch mir, du gibst stets nach

Dir macht's nichts aus, wenn ich viel schwätze
du schämst dich nie, du wirst du nie rot
was ich an dir am meisten schätze:
du bist seit dreizehn Tagen tot

Wenn ich mich schließlich von dir trenne
möchtest du keinen anderen mehr
du bist dann körperlich am Ende
für mich muss einfach Nachschub her

Schöne Frauen sind schnell gefunden
und eine wird zu meinem Ziel
werd psych- und physisch sie verwunden
dann liebt sie mich, den Necro Phil

(C) HumanaryStew 2003

ausgebrochen / aufgebrochen







nach langer zeit in starre und kälte,
eingepuppt in den kokon der dunkelheit,
suchst du mit aller kraft den weg hinaus,
streckst dich der sonne und wärme entgegen.

erst brichst du aus,
dann du brichst auf.

für einen sommer nur,
oder ein baumesleben?





(c) 2005 by "jazz und mehr"



Wieder mal


Wieder mal gespielt.

Wieder mal probiert.

Wieder nichts passiert.

Wieder nichts gefühlt.



Wieder mal verspielt.


(c) Budenzauberin, 1987



was du warst

Du warst wie ein Wirbelwind, kamst völlig unerwartet und warst auch gleich wieder weg.

Du warst wie ein schöner Traum, bei dem man sich wünscht, dass der Wecker niemals läutet.

Du warst so strahlend, wie die Morgensonne, die mich im Sommer weckt.

Du warst so verrückt, dass die Normalität langweilig wurde.

Du warst so unbekannt und doch so vertraut.

Du warst voller Ideen, so ansteckend, so voller Leben.

Du warst so erfrischend, wie ein Sommerregen.

Du warst eine Herausforderung, die ich angenommen hatte.

Du warst Jemand, der sagt, was er denkt und zwar dann, wenn er es denkt.

Du warst der Wind in meinen Segeln.

Du warst, was du warst, und das war so was von gut !

(c) 2004 by tilak



Fallen


Sich fallen lassen
In deine Arme
Dein Herz
Deinen Verstand

Sich hingeben
Deinen Berührungen
Deinen Küssen
Deinen Blicken

Sich ausliefern
Deinen Willen
Deinen Worten
Deinen Händen

Sich vertraut machen
Mit deiner Art
Deinen Wesen
Deiner Weise

Fallen
Mit dir
© MuhTiger 2004



bin [für dich] da







bin vor dir,
wenn alles auf dich zustürmt.
bin hinter dir,
wenn du verfolgt wirst.
bin über dir,
wenn dir die decke auf den kopf fällt.
bin links von dir,
wenn alles droht, dich zu überholen.
bin rechts von dir,
wenn du halt brauchst.
bin unter dir,
wenn du zu fallen drohst.


bin da...



(c) 2005 by "jazz und mehr"


Montag, 18. April 2005

...

Ich habe einfach mal in die Mottenkiste gegriffen und mache den Anfang. Danke, dass ich hier mitspielen darf.


Augenblicke

Augen blicken Augenblicke lang
Voller Sehnsucht und Verlangen

Augen blicken tief ergründen wollend
In Seelenhöhlen ohne Endlichkeit

Augen blicken zart und liebevoll
In ein weites Meer aus Lachen

Augen blicken neckisch lockend
Der Versuchung ins Gesicht

Augen blicken mit der Unschuld
Eines Knaben, der erwacht

Augen blicken Augenblicke lang
In den Spiegel ihres eignen Herzens



© by Saintphalle 2005



Start des Lyrik-Blogs




Der Leser hat's gut -
er kann sich seine Schriftsteller aussuchen.


[Kurt Tucholsky]


So, nachdem ich nun lange darüber nachgedacht habe, ist er nun da, der erste Schritt zum Lyrik-Blog. Seit knapp zwei Jahren bin ich nun im Webloguniversum unterwegs und dabei auf Unmengen an Lyrik bzw. lyrischen Texten gestoßen.

Alles ist dabei gewesen. Gute Texte, schlechte Texte, Haikus, Sonette, gereimte und ungereimte Zeilen, gare und unausgegorene Inhalte. Dieses Blog soll dazu dienen, auf Lyrik-Perlen hinzuweisen, die es in der Blogwelt haufenweise gibt.

Über eine endgültige Gliederung bin ich noch unschlüssig. Über Tipps und Hinweise auf neue interessante Texte freue ich mich sehr. Gerne öffne ich das Blog auch für interessierte MitstreiterInnen und SammlerInnen.

Geplant ist außerdem, einen kleinen Blog-Lyrik-Award ins Leben zu rufen, der Texte unterschiedlicher Kategorien prämiert. Ob mit Hilfe einer Jury oder einer einfachen Abstimmung ist noch offen.

Und wenn eine ausreichende Anzahl schöner Texte beisammen ist, wäre es schön, diese, das Einverständnis der Autoren natürlich vorausgesetzt, diese in einem schönen und evt. bebilderten Gedichtband zusammen zu fassen. Aber das ist wirklich noch Zukunftsmusik.

Da ich momentan zeitlich sehr limitiert bin, wird es etwas dauern, bis sich diese Seite mit Leben füllt, und auch das Design in angemesserer Weise (also nicht "quick & dirty" wie zur Zeit) "angehübscht" wird. Ich hoffe auf euer Interesse und eure Unterstützung.

Wer sich für meine Texte interessiert, kann diese in der Rubrik "Alltagslyrik" in meinem Hauptblog nachlesen.

Viel Spaß und "Glück auf".








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